Am Montag den 2.2. fand in Darmstadt die alljährliche Bezirksdelegiertenversammlung der GEW Südhessen statt. Auch eine Delegation des Kreisverbandes Odenwald war extra dorthin angereist.
Bei den anstehenden Neuwahlen im Vorstand wurden diesmal auch jüngere Mitglieder in den Vorstand gewählt. Zunächst wurde jedoch mit vielen Reden denjenigen gedankt, die durch ihren langjährigen Einsatz im Vorstand, die Arbeit des Bezirksverbandes in den letzten Jahren maßgeblich mitgetragen haben. Auch die Delegation aus dem Odenwald schloss sich diesem Dank, insbesondere an die scheidenden Vorstandsmitglieder Tony Schwarz, Klaus Armbrüster und Peter Eickelmann an. Letzterer entschloss sich erfreulicherweise dann doch noch das Amt des Schatzmeisters weiterzuführen.
Neben diesem wurde Manon Tuckfeld als Vorsitzende des Bezirksverbandes wiedergewählt, sowie weitere bisherige Vorstandsmitglieder (u.a. Barbara Ludwig und Michael Köditz). Die Aufnahme von jüngeren Mitgliedern und neuen Gesichtern im neuen Vorstand (u.a. Katja Giesler, Dennys Jochum, Susanne Völpel), begrüßten die Odenwälder ausdrücklich.
Im weiteren Verlauf ging es aber auch um bildungspolitische Inhalte. In ihrem Leitantrag "Gegen Aufrüstung und Krieg, gegen die Spaltung der Gesellschaft! Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit, Miteinander statt Gegeneinander" stellte die Versammlung fest, dass in Zeiten in denen Milliarden für Rüstung ausgegeben werden, gleichzeitig an den Bildungsausgaben gespart wird. Dies führe nur zu einer weiteren Polarisierung in der Gesellschaft.
"Debatte und Dialog, Zuhören und Aushalten anderer Meinungen und Vorstellungen, Konsensfindung und Kompromiss – alles Grundvoraussetzung gelebter Demokratie- werden so immer schwieriger."
Auch das zunehmende Auseinanderdriften der Vermögen in Deutschland werde durch die aktuellen Vorgänge gefördert. Noch nie ist so viel Geld von unten nach oben umverteilt worden, wie in den letzten Jahren.
"Die Median-Gehälter von CEOs in Deutschland sind zwischen 2019 und 2024 30-mal so stark gestiegen, wie die Reallöhne von Beschäftigten. Gleichzeitig lebt etwa ein Fünftel der Menschen in Deutschland in Armut."
Die Delegierten fordern daher mehr Solidarität in unsrer Gesellschaft, denn Frieden und Freiheit beginnen im Inneren einer Gesellschaft – mit Respekt, Solidarität und dem Willen zuzuhören. Statt die Spaltung der Gesellschaft weiter voranzutreiben, brauchen wir mehr Mut Brücken zu bauen.
Mehr Miteinander statt Gegeneinander!